Konstantin Stojanov
Ich sehe Identität nicht als etwas Festes, das man einmal definiert und hinter sich lässt. Für mich ist sie ein lebendiger, widersprüchlicher Prozess – geprägt von Bewegung, Überlagerung und Erinnerung. Identität entsteht nicht isoliert, sondern immer im Spannungsfeld zwischen dem Individuellen und dem Kollektiven, zwischen eigener Erfahrung und äußeren Zuschreibungen.
In meiner Arbeit versuche ich, diesen Prozess sichtbar zu machen. Farben, Linien und Formen sind offen und instabil, Übergänge bleiben sichtbar. Vergangene Identitäten verschwinden nicht, sondern bleiben als Spuren erhalten und beeinflussen die Gegenwart. Meine Arbeiten zeigen Identität als etwas Unabgeschlossenes und laden dazu ein, Veränderung zuzulassen, statt nach festen Antworten zu suchen.